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Alleine mit ihrem Durst. Der Wasserspiegel in der gemauerten Quelle des Johannisbachs im Keller von Gut Blockhaus am Hasselholz ist seit Wochen in für Katzenzungen unerreichbare Tiefen abgesunken. // Foto: Ulrich Simons |
19. Juli 2023
Auch dem Johannisbach
geht die Puste aus
Schilfgras und Rohrkolben wiegen sich im Wind. Normalerweise fühlen sie sich im Wasser zu Hause, und normalerweise ist der Platz hier vor allem im Spätnachmittag ein Idyll, wenn sich die Gräser im Gegenlicht wiegen und sich in den beiden Teichen das Licht der untergehenden Sonne spiegelt.
Doch normal ist in diesem Jahr nichts mehr. Was die Wasserpflanzen hierhin, in die Wiese am Gut Hasselholz im Westen der Stadt, verschlagen hat, ist nicht mehr zu erkennen. Seit Wochen sind die beiden Quellteiche des Johannisbachs ausgetrocknet.
Ihr Wasser, als es noch aus dem Friedrichwald kam, unterquerte verrohrt die Straße und lief im Keller von Gut Blockhaus zur offiziellen Quelle des Johannisbachs zusammen. Der gemauerte Blaustein-Halbkreis in der Ecke des Kellers ist schon in regenreichen Jahren ziemlich unspektakulär. Derzeit ist er nur noch trostlos.
Irgendwo kurz über der Sohle steht noch ein Rest Wasser. Spiegelglatt. Unbewegt. Da läuft nichts mehr. Weiter bachabwärts, hinter dem Reitstall, gluckert es plötzlich wieder. Doch das ist nur Regenwasser der vergangenen Tage, das seitlich aus dem Morillenhang austritt und dem Bach wieder zu etwas Volumen verhilft.
Die Römer würden sich die Augen reiben, was aus ihrem Versorgungskanal für Aquae Granni geworden ist ...

Gut Blockhaus ist einer der vier Höfe, die im Mittelalter den Weiler Hasselholz bildeten. Im Keller befindet sich die Quelle des Johannisbachs. // Foto: Arthur McGill/Wikipedia |

Nur noch Schlamm. Auch die beiden Quellteiche des Johannisbachs am Hasselholzer Weg sind nahezu ausgetrocknet. // Foto: Ulrich Simons |

Wäre eigentlich eine schöne Gelegenheit zum Saubermachen: In dem Regenfang am Abzweig zum Philippionsweg, in dem sich nach heftigen Wolkenbrüchen das Wasser sammelt, das vom Friedrichwald herunterkommt, kann man sich derzeit keine nassen Füße holen. // Foto: Ulrich Simons |
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