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"Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations."
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Ulrich Simons

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Redakteur (1987 bis 2019)
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Ex Lust for Life

Kommt nicht recht vom Fleck: Seit sieben Jahren steht das frühere "Lust for Life" leer. In den nächsten fünf Monaten soll dort unter anderem vorübergehend ein Indoor-Spielraum entstehen. // Foto: Archiv Ulrich Simons

 

18. April 2024

Im alten Horten-Haus
flitzen ab Mai die Bobbycars

Lob ist ein wertvolles Gut, weshalb ich in der Regel damit äußerst sparsam umgehe. Aber jetzt muss es einfach mal sein. Mit ein paar kleinen Abstrichen.

Weil das "Haus der Neugier" weiterhin auf sich warten lässt - ein Schicksal, das die ehemalige Horten/Lust for Life-Immobilie mit der Folgenutzung des vor sich hin dösenden Büchel-Areals teilt - hatten die Stadtratsfraktionen von SPD und Grünen die Idee, zentral in der Innenstadt ein Spiel- und Aufenthaltsangebot zu schaffen, "das witterungsunabhängig genutzt werden kann und für Familien vor allem bei schlechtem oder heißem Wetter eine attraktive und konsumfreie Aufenthaltsmöglichkeit bietet."

Die Überlegung dahinter, nachzulesen in der Verwaltungsvorlage: "Die Schaffung eines konsumfreien Aufenthalts- und Spielraums fördert die Begegnung und den Austausch zwischen Familien und bietet Kindern einen Ort, an dem sie spielerisch lernen, sich kreativ ausdrücken und sich bewegen können und dabei über die Interaktion mit anderen Kindern ihre sozialen Kompetenzen fördern."

Donnerwetter. Wir haben früher einfach nur gespielt.

Während der Öffnungszeiten (s.u.) kann der Raum von Kindern und Familien für freies Spiel unter Nutzung der Spielelemente (z.B. Bobbycar, Kettcar, Koordinations- und Bewegungsspiele etc.) genutzt werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass niedrigschwellige Angebote (z.B. Kreativangebote – Malen, Basteln etc.) durchgeführt werden.

 

Seit sieben Jahren keine gescheite Folgenutzung

Nun ist es wohl (leider) nicht so, dass das komplette Erdgeschoss* zur Kettcar- und Bobbycar-Rennstrecke wird, sondern die tolle Idee quasi nur eine Unter-Idee einer anderen Idee zur vorübergehenden Nutzung der seit sieben Jahren leerstehenden Immobilie ist.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger haben nämlich vor, in der "Zwischenzeit" (ein Begriff der bereits am Büchel den Stillstand auf dem ehemaligen Parkhaus-Areal kaschieren soll) im alten "Lust for Life" Angebote aus den Bereichen Kultur, Sport und sozialem Miteinander zu verbinden.

Zumindest, bis es mit dem "Haus der Neugier" losgeht. Also voraussichtlich noch ziemlich lange.

Da haben sich Grüne und SPD vermutlich gedacht: Warum in der "Zwischenzeit" nicht auch was für Kinder?

Träger des Projektes wird das Studierendenwerk der RWTH sein, gespielt werden kann montags bis freitags von 14 bis 18:30 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 18:30 Uhr. Für Personal und die Beschaffung von Spielgeräten stellt die Stadt rund 36.000 Euro zur Verfügung.

Nicht vorgesehen ist offenbar die naheliegende Nutzung als Winterspielplatz, weshalb die Zwischennutzung zwar bereits am 1. Mai beginnt, am 30. September aber schon wieder zu Ende ist. Wahrscheinlich, weil man im Winter den Klotz beheizen müsste, was zu sehr ins Geld geht.

 

Unverzichtbar: WLAN für die Mütter

Wichtige Ergänzung im Angebot wäre auf jeden Fall kostenloses WLAN, damit die Mütter in Ruhe daddeln können, während ihre Kinder spielen. Ladestationen nicht vergessen!

Das ist kein bösartiges Vorurteil, da reicht ein Blick ins ehemalige "Kindercafé" der Mayer'schen Buchhandlung. Das wird zwar seit Monaten nicht mehr bewirtschaftet, erfreut sich aber weiterhin regen Zuspruchs als konsumfreier Aufenthaltsraum, nicht zuletzt aufgrund einer unschlagbaren Kombination: Die Mütter sind in ihr Handy vertieft, während sich die unbeaufsichtigten Kinder in der benachbarten Spielwarenabteilung zwanglos an der Verkaufsware bedienen. Oder gleich Kurs auf die Rolltreppe nehmen.

Dort könnte sich durch das neue Angebot ein gewisser Verlagerungseffekt einstellen mit dem schönen Ergebnis, dass etwas Ruhe einkehrt und man wieder ungestört wie früher in den Büchern stöbern kann.

Der Ausschuss fasste den Beschluss einstimmig, die Vorsitzende freute sich: "Wir kriegen hier für wenig Geld ein Angebot, das sich nahtlos in das Umfeld am Büchel einfügt", wird Hilde Scheidt (Grüne) in der AZ zitiert. Also zwischen Puff und Parkhaus-Brachen-Langeweile. Nahtlos. Darauf muss man auch erst mal kommen.

 

*in der Vorlage ist vom "Untergeschoss" die Rede, aber ich will nicht hoffen, dass die Knilche und ihre Eltern in den Keller des ehemaligen Kaufhauses abgeschoben werden.

 

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© Ulrich Simons
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