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Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) bei ihrer Silvesteransprache: "Ein herzliches Dankeschön für einen Krieg mit vielen tollen Begegnungen." (Klicken Sie auf das Bild, um das Video anzusehen.) |
02. Januar 2023
Kommentiert
Krieg in Europa: Ministerin
faselt von "tollen Begegnungen"
Sie ist kaum zu verstehen. Und das ist auch gut so. Während hinter ihr auf dem Berliner Alexanderplatz die ersten Böller detonieren und Raketen durch die Nacht zischen, faselt Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) sich durch eine "Neujahrsansprache", die an Dummheit und Peinlichkeit kaum noch zu überbieten ist.
Eine Minute lang fabuliert sie in einer Art geistigem Schienenersatzverkehr über die besonderen Herausforderungen des Jahres 2022 und macht fassungslos mit Sätzen wie diesen, wörtlich und ungekürzt: "Mitten in Europa tobt ein Krieg. Damit verbunden waren für mich ganz viele besondere Eindrücke, die ich gewinnen konnte, viele, viele Begegnungen mit interessanten und tollen Menschen, und dafür sage ich ein herzliches Dankeschön!"
Ich hoffe, sie hat nicht erwartet, dass ich mich jetzt mit ihr freue.
Kein Wort über das unsägliche Leid, das Kriegstreiber Putin über die Menschen in der Ukraine gebracht hat, kein Wort über die Eltern, die ihre Söhne als Soldaten verloren haben, kein Wort über die Zivilisten, die wie in Butscha einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren, kein Wort auch über zerbombte Städte und Wohnungen oder über die vielen Flüchtlinge, die im vergangenen Jahr in Deutschland Schutz gesucht haben.
Es war nicht der erste blamable Auftritt der Ministerin, der Herrin über fehlende Munition und kampfunfähige Kampfpanzer.
Auch im Verteidigungsministerium wird es Zeit für die oft zitierte "Zeitenwende".
Sofort.
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