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Ulrich Simons - Aachen Hochhaus

Im Schatten der Wettersäule: Die Sirene auf dem Hochhaus am Hauptbahnhof. // Foto: Ulrich Simons

 

07. September 2020

Nächsten Donnerstag:
Die ganze Stadt in Alarmstimmung

Früher war mehr Geheule. Doch seit die Freiwilligen Feuerwehren in den Stadtteilen "still" über Pager alarmiert werden, hört man nachts kaum noch eine Sirene. Trotzdem sind sie zur schnellen und großflächigen Warnung der Bevölkerung weiterhin unverzichtbar.

Am Donnerstag sind die Krachmacher auf dem Dach allerdings nur ein Mosaiksteinchen in einem bundesweiten Alarmszenario: Der Rundfunk unterbricht sein Programm, digitale Werbetafeln schalten in den Krisenmodus, selbst die Warn-App "NINA" meldet sich auf dem Smartphone.

Nach den NRW-Warntagen in den vergangenen beiden Jahren wird es in diesem Jahr erstmals seit der Wiedervereinigung einen bundesweiten Warntag geben. Alle Kommunen testen am 10. September ihre Warnmittel. Auch in Aachen werden um 11 Uhr die Sirenen heulen.

 

Neue Sirenen sind lauter und zuverlässiger

48 davon gibt es aktuell im Aachener Stadtgebiet. Acht weitere neuerer Bauart sind nach Auskunft des städtischen Presseamtes im Aufbau. Mit den schwarzen "Pilzen" auf dem Dach haben sie optisch nicht mehr viel gemeinsam.

Denn Motorsirenen wie die E57 haben jahrzehntelang zuverlässig ihre Aufgaben erfüllt, gelten inzwischen aber als technisch veraltet und störanfällig. Der gravierendste Nachteil gegenüber modernen elektronischen Sirenen: Motorsirenen wie die E57 können bei Stromausfall nicht zur Alarmierung eingesetzt werden, da sie Drehstrom benötigen. 

Moderne elektronische Feuerwehrsirenen verfügen dagegen über eine Puffer-Batterie und sind auch bei einem Stromausfall noch für mehrere Alarmierungen einsetzbar. Ihre Standby-Zeit beträgt durch die Batterie bis zu einem Monat. Zudem haben sie keine beweglichen Teile mehr, was den Wartungsaufwand verringert.

Weiterer Vorteil der elektronsichen Sirenen: Sie sind unverschämt laut. Während die alte E57 in 30 Metern Entfernung auf eine Lautstärke von knapp über 100 Dezibel (dB) kam, liegen die neuen ECI-Sirenen bei gleicher Entfernung in Größenordnungen zwischen 109 und 115 dB. Das klingt zunächst nicht nach viel mehr, allerdings muss man wissen, dass sich pro 3 dB die gefühlte Lautstärke verdoppelt. Die Schmerzgrenze liegt bsi 130 Dezibel.

 

Was zu tun ist, wenn der Alarm ertönt

Bernd Geßmann, stellvertretender Leiter der Feuerwehr: „Die städtischen Sirenenanlagen sind eine sichere Methode, die Bevölkerung im Notfall direkt zu erreichen und zu warnen. Ertönen die Sirenen im Stadtgebiet mit Notsignal, wissen die Bürgerinnen und Bürger, dass es eine drohende Gefahrenlage gibt.“

Dann sollte man sich so schnellst wie möglich über die öffentlichen Rundfunksender, die Online- und Social-Media-Kanäle der Stadt Aachen oder der Tageszeitungen und andere Medien mit Informationen und Verhaltenshinweisen versorgen.

Ein batteriebetriebenes Radio ist in einem solchen Fall nicht schlecht, zur Not reicht das Autoradio.

 

Alle, blockweise oder einzeln

Schrittweise wird das bestehende Sirenennetz in der Stadt Aachen weiter ausgebaut. Die Bereiche, die aktuell nicht durch Sirenen abgedeckt sind, werden im Notfall mit Warnfahrzeugen abgefahren, so dass auch dort eine Warnung erfolgen kann.

Angesteuert werden die Sirenen aus der Leitstelle für die StädteRegion Aachen in der Feuer- und Rettungswache 1 in der Stolberger Straße.

Sie können entweder alle für das gesamte Stadtgebiet, nur für einen Stadtteil oder einzeln in Gang gesetzt werden. Wenn es in Laurensberg brennt und die Wolke zieht nach Herzogenrath, braucht man ja nicht gleich in Brand Alarm zu machen.

 

Ulrich Simons - Sirene

Erinnern ein bisschen an die Hochtöner aus der Disco, haben aber einen viel ernsteren Hintergrund: Elektronische Sirenen neuerer Bauart haben mit den in die Jahre gekommenen alten "Pilzen" nicht mehr viel gemeinsam. Diese hier stehen in Burtscheid auf dem Dach des Einhard-Gymnasiums. // Foto: Ulrich Simons

Trotzdem bleiben die Brander in unserem Beispiel nicht komplett außen vor. Sie bekommen Informationen über die Warn-App NINA aufs Smartphone geliefert. Auch diese Hinweise kommen von der Leitstelle der Feuerwehr in der Stolberger Straße, können aber im Gegensatz zur Sirenensteuerung nicht einzeln ausgeliefert werden, sondern nur für das gesamte Stadtgebiet erfolgen.

Auf der Internetseite der Stadt Aachen gibt es weitere Informationen zum richtigen Verhalten im Notfall sowie bei allgemeinen Gefahrensituationen und zur Vorsorge. Dort sind auch Tonbeispiele zu den einzelnen Sirenensignalen hinterlegt.

 

Beginn um 11 Uhr mit dem Dauerton „Entwarnung“

Am Donnerstag wird es kurz nach 11 Uhr zunächst den eine Minute langen Dauerton „Entwarnung“ geben. Danach folgt der ebenfalls einminütige auf- und abschwellende Ton für „Warnung“. Den Abschluss bildet wieder der einminütige Dauerton „Entwarnung“.

Der bundesweite Warntag, der künftig an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden wird, soll dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen. Die neue Homepage www.bundesweiter-warntag.de bündelt hierzu zahlreiche Informationen.

 

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