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Stadtarchiv Aachen - Westpark 1930

Ein großes Banner wies zwischen zwei liegenden Hirschen am Haupteingang des Westparks in der Gartenstraße auf die Aquarien- und Terrarien-Ausstellung hin. // Foto: Stadt Aachen /Stadtarchiv

 

30. Juli 2020

Als Reptilien und Amphibien
den Westpark bevölkerten

Die Schlagzeile könnte einen Ausflug in die Urzeit der Stadt ankündigen. Doch es geht nur zurück in das Jahr 1930. Am 16. August wurde in der Westparkhalle eine große, später vielgelobte Aquarien- und Terrarien-Ausstellung erlöffnet. Das Stadtarchiv erinnert mit seinem Archival des Monats August an die von engagierten Amateuren zusammengestellte Präsentation.

Vom 16. August bis 12. September 1930 fand in der Aachener Westparkhalle eine große Aquarien- und Terrarien-Ausstellung unter der Schirmherrschaft des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Wilhelm Rombach statt.

Die Ausstellung war verbunden mit einer Tagung des Verbandes deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. (V.D.A.), in dem insgesamt 275 Vereine verbunden waren.

Offizieller Veranstalter der Ausstellung war die Sagittaria-Gesellschaft für Naturfreunde, Aquarien- und Terrarienkunde Aachen. Die von engagierten Amateuren zusammengestellte und in viel ehrenamtlicher Arbeit aufgebaute Schau erhielt von der Presse deutliches Lob.

Die Ausstellungseröffnung am 16. August 1930 fand große Beachtung und wurde sogar durch den Sender Langenberg im Rundfunk übertragen.

 

Ausführlicher Ausstellungsführer

Zur Ausstellung erschien ein „Führer durch die Ausstellung“, ein Heft mit einem Umfang von 40 Seiten, das nicht nur eine detaillierte Gliederung der Ausstellung mit Auflistung der ausgestellten Objekte lieferte, sondern auch drei passende Aufsätze. Ergänzt und finanziert wurde das Heft durch Werbeanzeigen.

Die Gesamtleitung der Ausstellung lag bei Hubert Dujardin, dem Vorsitzenden der Sagittaria-Gesellschaft; die technische Leitung bei Gartenarchitekt Paul Brings.

 

Stadtarchiv - Amphibienausstellung Westpark

Art Deco mit roten Leguanen: Das Cover zur Ausstellungsbroschüre aus dem Jahr 1930. Der Künstler ist leider unbekannt. // Foto: Stadt Aachen / Stadtarchiv

Aus Gründen der Übersichtlichkeit war die Ausstellung in insgesamt elf Abteilungen gegliedert. In der ersten Abteilung wurden rund 50 unterschiedliche ausländische Warmwasser-Zierfischarten gezeigt, jeweils mit Herkunftsangaben.

Die zweite Abteilung umfasste vor allem Reptilien und Amphibien aus aller Welt in entsprechenden, teils sehr großen Terrarien. Die sogenannte „Seeabteilung“ bildete den dritten Teil der Ausstellung mit Muscheln, Schalentieren sowie Fischen aus Mittelmeer und Nordsee.

In der vierten Abteilung wurden 20 verschiedene Arten einheimischer und ausländischer Kaltwasserfische gezeigt. Weitere Abteilungen umfassten Kleinlebewesen des Wassers, Wasser- und Sumpfpflanzen, Aquarien und Terrarien für Schule und Haus, Lehrmittel sowie Hilfsmittel für Aquarienhalter.

Die elfte und letzte Abteilung zeigte zudem noch eine Sammlung Schmetterlinge sowie eine Sammlung von Käfern. Diese beiden Sammlungen waren Eigentum der Stadt Aachen.

 

"Schönheiten sehen und Freude daran haben"

Ergänzt wurde die detaillierte Aufstellung der ausgestellten Objekte im Ausstellungsführer durch eine Abhandlung von Studienrat Dr. Matthias Schwickerath mit dem Titel „Die wichtigsten Vegetationstypen des Regierungsbezirks Aachen und ihre Darstellung im Vegetationstypenfächer unserer Ausstellung“ sowie einen Aufsatz von Hans Steinhardt zum Thema „Aachen und seine Naturschönheiten“.

Für die auswärtigen Gäste der Verbandstagung und der Ausstellung berichtete darüber hinaus Archivdirektor Professor Dr. Albert Huyskens auf fünf Seiten „Aus Aachens großen Tagen“.

Anlässlich der Ausstellungeröffnung schrieb die Tageszeitung „Echo der Gegenwart“: „Die Ausstellung will nicht prunken und blenden, sie soll belehren. Sie will helfen, dem heutigen, der Natur vielfach entfremdeten, hastig dahinlebenden, der Industrie versklavten Menschen ihre Schönheiten zu sehen und seine Freude daran zu haben.“

 

Außergewöhnliche Umschlaggestaltung

Das Außergewöhnliche an dem im Stadtarchiv überlieferten Ausstellungsführer ist die vordere Umschlaggestaltung, die graphisch aufwändig und recht markant ist. Ausschließlich in schwarz und rot auf gelbem Papiergrund sind außer dem Text ein schwarzes kopfstehendes Dreieck, rechts und links flankierend zwei stilisierte Reptilien dargestellt.

Leider ist nirgendwo festgehalten, welcher Künstler diesen im Stil des Art-Deco gehaltenen Umschlag entworfen hat. Gedruckt wurde er auf jeden Fall bei der Firma Wilhelm Siemes in Aachen.

 

Im Schaukasten und auf der Homepage

Das Aachener Stadtarchiv zeigt aus seinen Magazinen regelmäßig interessante Stücke als Archival des Monats. Das Stück mit einem kurzen Begleittext wird in einem Schaukasten im Foyer des Stadtarchivs am Reichsweg sowie digital auf der Homepage des Archivs präsentiert. Das Archival des Monats August 2020 zeigt so den gedruckten und graphisch markanten Ausstellungsführer zur großen Aquarien- und Terrarien-Ausstellung 1930.

 

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