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Ulrich Simons

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Ulrich Simons - Parkplatz Hermann-Löns-Allee

Der Schotter-Parkplatz an der Herrmann-Löns-Allee, außerhalb der Badesaison eine wenig genutzte Pkw-Abstellmöglichkeit mit hervorragender Busanbindung in die Innenstadt, soll in absehbarer Zeit ins offizielle P+R-Programm der Stadt aufgenommen werden. Damit auch "Stinker" ihn ansteuern können, sollen die Zufahrt und der Parkplatz selber aus der Umweltzone ausgeklammert werden. // Foto: Ulrich Simons

 

19. September 2020

Geheimtipp am Hangeweiher
wird Park-and-Ride-Parkplatz

Prophetische Gaben sind bei mir nicht gerade im Übermaß vorhanden, was unter anderem durch mehrere Reinfälle bei "6 aus 49" und zahllose Rubbellos-Fehlkäufe zur Adventszeit nachhaltig dokumentiert wird.

Entsprechend überrascht war ich daher beim Blick in die Sitzungsvorlage für den Mobilitätsausschuss am kommenden Donnerstag (24. September, 17 Uhr, Ratssaal), dass demnächst eine meiner Visionen doch noch Realität wird.

In der Vorlage für den Ausschuss findet sich unter Tagesordnungspunkt 6 der Eintrag: "Einrichtung eines P+R-Parkplatzes in der Hermann-Löns-Allee".

Lesen die bei der Stadt jetzt auch schon meinen Newsletter?

Am 2. November vorigen Jahres hatte ich hier in einem Beitrag über die Parksituation in Aachen geschrieben:

"Geradezu ein Geheimtipp ist in diesem Zusammenhang der kostenlose Schotter-Parkplatz an der Hermann-Löns-Alle auf der Nordseite des Hangeweihers. Vor dem Haupteingang zum Park hält die Linie 2 der Aseag, durch Goethestraße und Mozartstraße ist man in ein paar Minuten am Elisenbrunnen."

 

Ausgelastet nur während der Freibadsaison

Dennoch dauerte es noch fast ein Jahr, bis auch Politik und Verwaltung begriffen hatten, dass am Hangeweiher mobilitätswendetechnisch ein kleines Juwel vor sich hin schlummerte. Zutreffenderweise kommt die Verwaltung jetzt in ihrer Sitzungsvorlage zu dem Ergebnis:

"Der Parkplatz ist eine städtische Privatfläche und wird durch den Fachbereich Immobilienmanagement (FB 23) verwaltet. Auf dem Flurstück befindet sich u.a. ein großer Pkw-Stellplatz mit ca. 120 Stellplätzen. (...) Während der Freibadsaison wird der Parkplatz nahezu komplett von Gästen des Freibades genutzt. Dagegen ist die Auslastung in den anderen Monaten sehr gering."

Auch den potenziellen Nutzerkreis hat die Verwaltung bereits sehr präzise ausgemacht:

"Der Parkplatz ist für Besucher*innen der Stadt Aachen aus Richtung Belgien und den Niederlanden sehr gut über den Außenring (Amsterdamer Ring/Lütticher Straße) zu erreichen. (...) Darüber hinaus befindet sich der Parkplatz in unmittelbarer Nähe zur Haltestelle „Goethestraße (Hangeweiher)“, an der die Buslinie 2 alle 15 Minuten in Richtung Innenstadt fährt."

Beim Hinweis auf die Niederländer könnte man einwenden: Die haben doch den P+R-Parkplatz am Westfriedhof, doch der Schotterplatz an der Hermann-Löns-Allee hat einen entscheidenden Vorteil: Hierhin kann man zur Not auch zu Fuß aus der Stadt zurückkommen, wenn einem der Bus am Elisenbrunnen vor der Nase weggefahren ist. (In Zahlen: Vom Elisenbrunnen zur Hermann-Löns-Allee sind es zu Fuß knapp zwei Kilometer, bis zum Westfriedhof drei.)

 

Unschlagbar: Für fünf Euro mit fünf Leuten in die City und zurück

Um die Autofahrer auf das neue Angebot hinzuweisen, sollen entsprechende Hinweisschilder aufgestellt werden. Zusätzlich wird im Bereich der ersten Pkw-Zufahrt nach dem Kreisverkehr eine P+R-Infotafel für die Nutzer*innen aufgestellt, die u.a. über die Lage der Bushaltestelle der „Linie 2“ und die öffentliche Toilette im Hangeweiher Park informiert.

Die in diesem Bereich geltende Umweltzone soll so angepasst werden, dass der Parkplatz mit seinen Zu- und Abfahrten – wie alle anderen P+R-Plätze – außerhalb der Zone liegt. Dadurch steigt die Attraktivität für Besucher*innen aus dem benachbarten Ausland, die keine Umweltplakette haben.

Für die P+R-Nutzer*innen soll ebenfalls, wie an den anderen P+R-Parkplätzen, das P+R-Ticket (fünf Personen für fünf Euro in die Innenstadt hin und zurück) gelten.

Da könnte es sich sogar für Paare und Familien aus dem Südviertel lohnen, den Parkplatz anzusteuern, weil die Fahrt von dort in die Innenstadt wesentlich preiswerter ist als mit dem Standard-Ticket (einfache Fahrt 2,80 Euro) von einer beliebigen Haltestelle in Wohnortnähe aus.

Wenn ich also mit Frau Simons an der Lütticher Straße einsteige, kostet die Tour in die City mit der Aseag hin und zurück 11,20 Euro, wenn wir bis zum Hangeweiher gehen, nur noch fünf Euro. Ich sehe da eine Menge Sparpotenzial.

 

Nächstes Jahr wahrscheinlich auch mit Licht

Lediglich die fehlende Beleuchtung könnte sich in der dunklen Jahreszeit als Nachteil erweisen. Da das P+R Angebot besonders zur Weihnachtsmarktzeit stark nachgefragt ist, und es zu dieser Zeit schon früh dunkel wird, hat die Verwaltung die Möglichkeit einer zusätzlichen Beleuchtung auf dem Parkplatz geprüft. Es wurden zwei Varianten mit Kosten zwischen 48.000 und 71.000 Euro ermittelt. Hierzu heißt es in der Vorlage für den Ausschuss:

"Die Beleuchtung soll nach den ersten Erfahrungen am Standort und unter Berücksichtigung der Auslastung im Weihnachtsverkehr 2020 weiter geplant und ggf. im nächsten Jahr umgesetzt werden."

Die Kosten für die Einrichtung des Parkplatzes (Beschilderung, begleitende Öffentlichkeitsarbeit etc.) werden mit ca. 8200 Euro kalkuliert. Die jährlichen Aufwendungen für die Unterhaltung werden mit ca. 1000 Euro bemessen.

Die Verwaltung empfiehlt daher dem Mobilitätsausschuss, den P+R-Parkplatz zu beschließen und die Entscheidung an die Bezirksvertretung Aachen-Mitte weiterzureichen. Die tagt am 7. Oktober, so dass dort der endgültige Beschluss gefasst werden könnte.

 

Die Erfüllung der zweiten Prophezeiung

Ich muss aber nochmal kurz auf die eingangs erwähnten prophetischen Gaben zurückkommen: In dem gleichen Beitrag vom 2. November 2019 zur Parkplatzsituation in Aachen stieß ich auf einen weiteren Passus von verblüffender Weitsicht. Wörtlich habe ich damals angekündigt:

"Aufgeschreckt unter anderem durch den Greta-Hype (nicht, dass ich sie vermisse, aber wo steckt die eigentlich?), versuchen auch in Aachen die CDU und vor allem die SPD zum wiederholten Male, die Umweltverbesserer rechts zu überholen und setzen dabei leichtfertig ihren Markenkern aufs Spiel.
Ich wage mal eine Prognose: Neuwähler werden CDU und SPD mit diesen riskanten Manövern nicht gewinnen, im Gegenteil. Die irritierte bis enttäuschte Stammklientel dürfte sich in größeren Stückzahlen abwenden und schlimmstenfalls bei der AfD oder der Linken landen, und dann geht das große Jammern und Wehklagen los."

Gut: Den Kantersieg der Grünen hatte ich so deutlich nicht auf dem Schirm, aber mit dem Absturz von CDU und SPD lag ich nicht ganz daneben.

Vielleicht spiele ich nächstes Wochenende doch nochmal Lotto ...

 

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